Freie Literaturgesellschaft Leipzig e.V.

[ URL: http://www.literatur-leipzig.de/calimero/../index.php?class=Calimero_Article&id=13225 ] [ Datum: 03.12.2016 ]

Jörn Friedrich Schinkel

Jörn Friedrich SchinkelIch bin am 14.01.1954 in Mirow, Kreis Neustrelitz - heute Mecklenburg-Vorpommern - geboren. Mit fünf Jahren zog meine Familie - Mutter, Vater und Schwester Astrid - nach Neubrandenburg. Dort besuchte ich die Schule bis zur elften Klasse und zog nach Berufswechsel meines Vaters mit siebzehn Jahren nach Leipzig.

In Leipzig legte ich das Abitur ab. Anschließend bewarb ich mich um eine Volontariat beim Fernsehen, mit dem Ziel Journalistik in Leipzig zu studieren. Mit achtzehn Jahren wurde ich zur Nationalen Volksarmee eingezogen. Ein Studium der Journalistik wurde mir verweigert. Ich erlernte den Beruf eines Maschinensetzers bei der "Leipziger Volkszeitung". Sechs Jahre arbeitete ich in Schichten und im Akkord.

Ich heiratete 1976. Im Jahre 1977 arbeitete ich im Betonwerk Leipzig als Betonhilfsarbeiter. 1978 wechselte ich zum Bezirkskabinett für Kulturarbeit. 1978 wurde meine Ehe geschieden. Ich bewarb mich um eine Studium am Leipziger Institut "Johannes R. Becher", und ich wurde angenommen. Im Jahr 1978 erkrankte ich erneut an Schizophrenie. Meine Schwester Astrid erkrankte ebenfalls und nahm sich 1982 das Leben.

Nach dem Studium der Literatur arbeitete ich als Dramaturg am "Kindertheater der jungen Welt". Nach Vertragsende arbeitete ich in der "Deutschen Bücherei", in einem Lesesaal. Von dort wechselte ich zum "Sender Leipzig" als verantwortlicher Redakteur des Fachgebietes für Literatur.

1986 entschloss ich mich, freischaffend zu arbeiten. Ich arbeitete für die Leipziger Obdachlosenzeitung "Kippe". In der "Wendezeit" heiratete ich Luise Wilsdorf. Von nun an arbeitete ich als "Pressesprecher des Amateurtheaters Leipzig" und später als Vereinsvorsitzender des "Lege Artis e.V.". Ich war tätig als Vereinsmitglied und späterer Leiter des Sachgebietes Literatur.

1986 stellte ich einen Antrag auf "Berufsunfähigkeitsrente", die auf meinen Wunsch umgewandelt wurde in eine "Erwerbsunfähigkeitsrente". Von diesem Zeitpunkt an bekam ich eine kleine Rente und schied aus dem Berufsleben aus. Meine Kräfte konzentrierten sich von nun an auf die Literatur und journalistische Beiträge für einige Zeitungen.

Jörn Friedrich Schinkel